Der Raum für Teilgruppen und Zusammenarbeit
Eine Gruppe ist ebenfalls ein Container-Objekt mit eigener Mitgliederverwaltung. Ihr eigentlicher Zweck besteht jedoch darin, kleinere Arbeits- oder Lerngruppen abzubilden.
Innerhalb einer Lehrveranstaltung entstehen häufig Situationen, in denen nicht alle Teilnehmenden dieselben Materialien oder Arbeitsbereiche benötigen. Genau hier kommen Gruppen ins Spiel.
Typische Beispiele sind:
- Parallelgruppen (gleicher Kurs, unterschiedliche Kurszeiten)
- Projektgruppen
- Referatsgruppen
- Praktikumsgruppen
- Tutorien
- Übungsgruppen
- Arbeitsgruppen mit eigenen Materialien
Gruppen können innerhalb eines Kurses angelegt werden und schaffen geschützte Bereiche für ausgewählte Mitglieder. Eine Gruppe kann eigene Inhalte, Termine, Kommunikationsmöglichkeiten oder kollaborative Werkzeuge enthalten und ermöglicht es, bestimmte Informationen nur für einen ausgewählten Personenkreis bereitzustellen.
Ein weiterer Vorteil: Innerhalb einer Gruppe lassen sich eigene Verantwortlichkeiten vergeben. So können Studierende zu Gruppenadministrator*innen ernannt werden und ihre Arbeitsbereiche selbst organisieren.
Öffentliche und geschlossene Gruppen
Während der Kurs die gesamte Veranstaltung repräsentiert, bildet eine Gruppe also einen bestimmten Ausschnitt dieser Veranstaltung ab. Dabei gibt es zwei verschiedene Typen von Gruppen. In ILIAS wird zwischen öffentlichen Standardgruppen und geschlossenen Gruppen unterschieden. Der Typ einer Gruppe kann beim Anlegen ausgewählt oder im Reiter “Einstellungen” einer bestehenden Gruppe angepasst werden.
Öffentliche Gruppen sind für alle Kursmitglieder sichtbar. Interessierte können einer solchen Gruppe – je nach Konfiguration – selbst beitreten oder eine Beitrittsanfrage stellen. Dieses Szenario eignet sich beispielsweise für freiwillige Arbeitsgemeinschaften oder Lerngruppen.
Geschlossene Gruppen sind dagegen nur für ihre Mitglieder sichtbar und bieten keine Möglichkeit zur Selbstanmeldung. Sie eignen sich insbesondere für fest zugeordnete Projektteams, Praktikumsgruppen oder Tutorien, bei denen die Zusammensetzung der Teilnehmenden vorgegeben ist.
Welche Gruppenart die richtige ist, hängt also davon ab, ob die Mitgliedschaft offen gestaltet werden soll oder ob der Teilnehmendenkreis von Anfang an feststeht.