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02

Apr.
2026
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ILIAS-Community trifft sich in Köln
Ein Beitrag von ILIAS Kompetenzzentrum Kommentare deaktiviert für ILIAS-Community trifft sich in Köln Beiträge, ILIAS, Veranstaltungen

ILIAS-Community trifft sich in Köln

Rückblick auf drei Tage Austausch und Entwicklung

Vom 18. bis 20. März traf sich die ILIAS-Community an der Katholischen Hochschule NRW (katho) in Köln zu gleich mehreren Veranstaltungen: dem NRW-Community-Treffen, der 45. Development Conference und der Mitgliederversammlung des ILIAS open source e-Learning e.V. Drei Tage lang standen Austausch, technische Entwicklungen und die gemeinsame Weiterentwicklung des Lernmanagementsystems ILIAS im Mittelpunkt.

Auch wir vom ILIAS-Team der Fachhochschule Dortmund waren vor Ort und konnten viele spannende Einblicke mitnehmen.

ILIAS-NRW-Community-Treffen

Den Auftakt bildete am Mittwoch das NRW-Community-Treffen. Mehr als 30 Teilnehmende aus unterschiedlichen Institutionen kamen an der katho zusammen und wurden herzlich begrüßt. Die inzwischen schon obligatorische Candybar sorgte dabei für eine angenehme Atmosphäre und versüßte den Einstieg in den gemeinsamen Austausch.

Basispflege von ILIAS

Einen Schwerpunkt des ersten Tages bildete das Thema Basispflege von ILIAS, vorgestellt von Christian Bogen (Uni Stuttgart) und Tomke Fries (Uni Hannover). Schnell zeigte sich in der anschließenden Diskussion, dass der Begriff „Basispflege“ unterschiedlich interpretiert wird. Ein Praxisbeispiel zur möglichen Finanzierung erläuterte Thomas Schröder von der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen (HSPV). Um die Diskussion und die gesammelten Impulse aus der Community weiterzuführen, wurde eine Special Interest Group (SIG) ins Leben gerufen, die sich künftig mit dem Thema beschäftigen wird.

Special Interest Group "Basispflege"
v.l.n.r. Christian Bogen, Tomke Fries, Klaus Vorkauf

OSDN-Netzwerk: digitale Souveränität

ILIAS ist community driven sowie open source und sichert somit einen Teil der digitalen Souveränität in Sachen Learning-Management-Systemen (LMS). In Niedersachsen hat im Oktober 2024 das Open Source Development Netzwerk (OSDN) seine Arbeit aufgenommen und sich zum Ziel gesetzt, genau diesen Aspekt der digitalen Souveränität von Hochschulen in den Blick zu nehmen. Neben ILIAS stehen auch weitere Open-Source-Lösungen wie Stud.IP, Moodle, Opencast und OERSI im Projektfokus. Damit diese Systeme unabhängig und nachhaltig weiterentwickelt werden können, sind kontinuierliche Investitionen in die Pflege und Weiterentwicklung ihrer Kernfunktionen notwendig.

Im Fall von ILIAS unterstützt das OSDN insbesondere die Weiterentwicklung von Basisfunktionalitäten wie Test & Assessment. Zwei Drittel der verfügbaren ILIAS-Mittel des Projekts sind dafür bis zum Ende der Laufzeit im August 2028 vorgesehen.

Open Source Development Network
Tomke Fries

Barrierefreiheit

Ein weiteres Kernthema neben der Basispflege war die digitale Barrierefreiheit. In ihrem Vortrag „Es sind doch nur vier Wörter. Oder warum diese die Qualität eines Systems verändern können“ zeigte Annett Giercke-Ungermann (katho) auf, wie entscheidend präzise Begriffe und sauber strukturierter Code für die Zugänglichkeit eines Systems sein können. Ihr zentrales Argument: Eine klare und konsistente Systemarchitektur bildet die Grundlage für semantisch korrekte Bezeichnungen – etwa bei Alternativtexten für Bilder. Da Code ebenso präzise und eindeutig formuliert sein muss, gehen Systemarchitektur und Barrierefreiheit Hand in Hand und tragen gemeinsam zur Qualität eines Systems bei.

Mobile Lernorte und Zoom-Integration via MultiVC

Auch mehrere Weiterentwicklungen aus der Community wurden vorgestellt. Marko Glaubitz (Uni Freiburg) präsentierte neue Funktionen für die ILIAS-Erweiterung „Mobile Lernorte“. Mit den aktuellen Erweiterungen können Lernorte nun in einer bestimmten Reihenfolge angeordnet werden, sodass beispielsweise Lernparcours erstellt werden können. Durch GPS-Tracking lässt sich außerdem nachvollziehen, ob bestimmte Orte besucht wurden. Zusätzlich können die Stationen verschlagwortet werden, was ein Clustering ermöglicht.

Uwe Kohnle (internetlehrer GmbH) stellte außerdem Neuerungen am MultiVC-Plugin vor. Dieses unterstützt nun auch eine Zoom-Integration, wodurch ein weiterer großer Videokonferenzanbieter direkt in ILIAS eingebunden werden kann. Damit erweitern sich die Möglichkeiten, Lehrveranstaltungen und Online-Meetings direkt über das Lernmanagementsystem zu organisieren.

PunktPilot

Eine interessante Neuentwicklung für Lehrende, die große Mengen an Prüfungsleistungen korrigieren müssen, präsentierte Jan Bakalorz (TH OWL) mit dem PunktPilot. Der PunktPilot automatisiert bei Massenkorrekturen den Prozess des Down- und Uploads der Prüfungsunterlagen und unterstützt gleichzeitig bei der Korrektur selbst. Bepunktungen und Kommentare können direkt auf dem Prüfungsbogen platziert und übersichtlich in einer Seitenleiste verwaltet werden. Auch die Punkteberechnung erfolgt automatisch und erlaubt sowohl Punktabzug als auch zusätzliche Punktvergabe.

Neues von ILIAS.nrw

Den Abschluss des ersten Tages bildeten Klaus Vorkauf (FH Do | ILIAS.nrw) und Martin Bovermann (moodle.nrw) mit einem Ausblick auf kommende Entwicklungen rund um ILIAS.nrw und die Arbeit der LMS-Kompetenzzentren in Nordrhein-Westfalen. Dabei wurde deutlich, dass die Zusammenarbeit zwischen den Hochschulen weiterhin eine wichtige Rolle für die Weiterentwicklung und den Betrieb von ILIAS in NRW spielt.

  • Foto: Ein Redner mit einem Mikrofon in der Hand an einem Rednerpult. Hinter ihm eine Leinwand mit einer Präsentation.
  • Foto: Ein Redner mit einem Mikrofon in der Hand an einem Rednerpult. Neben ihm eine Leinwand mit einer Präsentation.
  • Foto: Vortragender an einem Rednerpult mit einem Mikro in der Hand, hinter ihm eine Leinwand mit dem Text "Zukunft der LMS-Kompetenzzentren".

45. Entwicklungs-konferenz

Der zweite Veranstaltungstag stand ganz im Zeichen der 45. Entwicklungskonferenz (DevConf). Mit über einhundert Teilnehmenden verdreifachte sich die Zahl der Anwesenden im Vergleich zum Vortag deutlich. Nach der Eröffnung durch Prof. Dr. Martin Klein (katho), Prorektor für Studium, Lehre und Weiterbildung, folgte zunächst ein Statusbericht zur Entwicklung von ILIAS. Vorgestellt wurde unter anderem die Roadmap der kommenden Versionen – etwa das geplante Release von ILIAS 11 im zweiten Quartal 2026 sowie der verlängerte Supportzeitraum für ILIAS 10 bis Juni 2027.

Anschließend berichteten verschiedene Community-Gruppen über ihre Arbeit. Beiträge aus der Security Group, dem Editorial-Team (ILIAS-Hilfe und Handbuch) sowie zur Dokumentation datenschutzrelevanter Aspekte einzelner ILIAS-Komponenten gaben Einblicke in zentrale Themen rund um Sicherheit, Dokumentation und Compliance.

Der Vormittag endete mit zwei Vorträgen zu Barrierefreiheit und inklusiver Sprache – letzterer zu Verbesserungen im deutschen ILIAS-Sprachpaket (mehr dazu im Blogbeitrag auf ilias.nrw). Am Nachmittag fanden drei parallele Sessions mit vielfältigen Themen aus Entwicklung, Betrieb und Anwendung von ILIAS statt.

Fokuspunkt KI: Effizienz durch intelligente Agenten

Ein zentrales Thema der Nachmittagssessions war der Einsatz Künstlicher Intelligenz in und rund um ILIAS. Verschiedene Beiträge zeigten Lösungen, die in der Entwicklung von ILIAS sowie im Umgang mit Quellen Neuerungen bringen.

So demonstrierten Elyesa Seidel (Uni Düsseldorf) und Andre Machon (FlowCon AI), wie KI-Agenten, sogenannte „Writer-“ und „Critic-Agents“ bei der Erstellung von Datenschutzdokumentationen helfen können – ein Bereich, der bislang häufig mit erheblichem manuellem Aufwand verbunden ist. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf sogenannten RAG-Systemen (Retrieval Augmented Generation). Marko Glaubitz (Uni Freiburg) und Alexander Killing (leifos GmbH) sowie Sabrina Marquardt (katho) und Jesús Copado (SURLABS) stellten unterschiedliche Ansätze vor, wie solche Systeme an ILIAS angebunden werden können. Ziel ist es, großen Sprachmodellen kuratierte und geprüfte Wissensquellen bereitzustellen. Dadurch sollen sogenannte „Halluzinationen“ reduziert werden – also Antworten, die von KI-Systemen erfunden werden. Gerade im Kontext von Studium und Lehre kann dies zu einer verlässlicheren Nutzung von KI beitragen.

Auch im Bereich Qualitätssicherung kommt KI zum Einsatz: Maximilian Becker (Databay AG) präsentierte Ansätze für automatisierte Testszenarien, mit denen sich neue Releases von ILIAS auf Stabilität und Funktionalität prüfen lassen.

Verbesserungen für Nutzende: Betroffenenrechte und Push-Nachrichten

Neben den technischen Entwicklungen standen auch Verbesserungen aus Sicht der Nutzerinnen und Nutzer im Fokus. So stellten Felix Jonas (Databay AG) und Elyesa Seidel (Uni Düsseldorf) eine neue Schnittstelle vor, mit der sich relevante Nutzerdaten komponentenübergreifend aus ILIAS extrahieren lassen. Damit wird das Auskunftsrecht nach Datenschutzvorgaben technisch unterstützt: Die entsprechenden Informationen können automatisiert zusammengestellt und bereitgestellt werden.

Eine weitere Neuerung betrifft die Kommunikation innerhalb des Systems, wie Ingmar Szmais (Databay AG) in seinem Beitrag erläuterte. Mit ILIAS 11 sollen Push-Benachrichtigungen eingeführt werden. Informationen und Aktualisierungen können dann direkt als Push-Nachricht versendet und empfangen werden – eine Ergänzung zu den klassischen ILIAS-Mails und eine Funktion, die viele Nutzerinnen und Nutzer aus anderen Anwendungen bereits gewohnt sind.

Neben diesen Themen gab es zahlreiche weitere Präsentationen zu Plugins, Funktionserweiterungen und aktuellen Entwicklungen rund um ILIAS. Ein Großteil der Präsentationen der Vorträge sind ebenso verfügbar wie Aufzeichnungen der meisten Vorträge.

Präsentationen im DevConf Wiki (auf der Seite nach unten scrollen “Slides of Presentations”)

Aufzeichnungen der Vorträge der Entwicklungskonferenz auf dem YouTube-Kanal des ILIAS-Vereins

Mitglieder-versammlung

Am dritten Veranstaltungstag trafen sich die Mitglieder des ILIAS open source e-Learning e.V. zur jährlichen Mitgliederversammlung. Neben organisatorischen Themen standen hier vor allem strategische Fragen zur Weiterentwicklung von ILIAS sowie zur Zusammenarbeit innerhalb der Community im Mittelpunkt, darunter auch hier wieder die großen Themenkomplexe Basispflege und Künstliche Intelligenz. Zum Einsatz von KI waren in der Community Prinzipien formuliert worden, die bei Entwicklungsentscheidungen berücksichtigt und öffentlichkeitswirksam platziert werden sollen.

Gleich mehrere zentrale Positionen wurden in der Versammlung neu gewählt: Im Vorstand werden erneut Oliver Samoila (1. Vorsitzender) und Yvonne Fischer (2. Vorsitzende) sowie als Schatzmeister zum ersten Mal Stefan Vejda fungieren. Als Kassenprüfende wurden Elyesa Seidel und Klaus Vorkauf ein weiteres Mal bestätigt. Es gab außerdem eine vakante Position im Technical Board zu besetzen, dessen Mitglieder turnusmäßig noch bis 2027 gewählt sind und für die strategische Weiterentwicklung des ILIAS Software Engineerings verantwortlich sind. Hier konnte Maximilian Becker als einziger Kandidat die Wahl für sich entscheiden, sodass die Wahlen an diesem Tag keine großen Überraschungen bereithielten.

Eine kleine Überraschung rundete die Veranstaltung jedoch noch ab und ließ die Vorfreude auf das nächste Jahr mit der ILIAS-Community steigen: Im Frühjahr 2027 wird sie sich in Süddeutschland wiedersehen, wo die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg zur nächsten Mitgliederversammlung (und natürlich auch zur übernächsten DevConf) einlädt.

Die drei Tage in Köln haben erneut gezeigt, wie lebendig und engagiert die ILIAS-Community ist. Der Austausch zwischen Entwickler*innen, Administrator*innen und Anwender*innen ist ein zentraler Motor für die Weiterentwicklung der Plattform.

Wir bedanken uns bei den Organisator*innen und Gastgeber*innen der Veranstaltungen – und freuen uns schon auf die nächsten Treffen der Community.

  • Foto: Blick von hinten auf einen Konferenzraum mit Publikum, im Vordergrund ein Bildschirm mit Videobearbeitungssoftware und mehreren Videovorschauen, auf denen ein Redner vor einer Leinwand mit Text zu sehen ist.
  • Foto: Drei Personen stehen an einem Buffet mit Tellern und Besteck vor einer Wand mit dem grünen Schriftzug »katho Nordrhein-Westfalen«
  • Foto: Vortragsraum mit Publikum, schräg von vorne aufgenommen.

Headerbild von: ILIAS Kompetenzzentrum
Fotos von: Markus Kroll, Kendra Grotz

  • Tags :Community
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ILIAS in Köln: Community-Treffen und Entwicklungskonferenz im März

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