Inklusive Sprache ist kein sprachliches Feintuning für besonders motivierte Redaktionen. Im Hochschulkontext berührt sie ganz grundlegende Fragen von Verständlichkeit, Barrierefreiheit und Gleichstellung. Genau deshalb wird bereits seit mehreren Jahren systematisch an inklusiver Sprache in ILIAS gearbeitet – mit einer klaren terminologischen Grundlage und immer mit Blick auf die Praxis.
Im Mittelpunkt steht dabei weniger die Frage nach einzelnen Schreibweisen als vielmehr der Umgang mit Sprache als Bestandteil einer Software, die täglich von Lehrenden, Studierenden und administrativ Tätigen genutzt wird. “Gendern”, wie es oft verkürzt heißt, ist im Rahmen der gemeinsamen Weiterentwicklung von ILIAS nicht nur eine Frage notwendiger sprachlicher Gleichstellung und Repräsentation aller Geschlechter. Es ist ebenso eng verknüpft mit Klarheit, Orientierung und guter Nutzbarkeit.
Auch dieses Thema gehört zu denen, über die wir in unserer Beitragsserie Aus dem Maschinenraum der ILIAS-Community berichten wollen: Die gemeinsame, intensive Arbeit über einen längeren Zeitraum, die jedoch eher im Hintergrund bleibt und in ILIAS selbst nicht immer auf den ersten Blick sichtbar ist, aber einen entscheidenden Unterschied macht.



